Die wichtigsten Regeländerungen ab 2019 im Überblick

Eine Übersicht der wichtigsten Regeländerungen ab 2019 hat unser Sportwart Michael Kuhlen zusammengestellt und können am Infoboard im Clubhaus und auf unserer Homepage unter Home/Sportbetrieb nachgelesen werden.

  • Die Suchzeit für einen Ball wird von fünf auf drei Minuten verkürzt, die Empfehlung wird ausgesprochen, dass jeder Schlag nicht mehr als 40 Sekunden dauern soll, und außerdem wird das Schlagen außerhalb der Reihenfolge gefördert.
  • Sie müssen nicht mehr ankündigen, dass Sie Ihren Ball zur Identifizierung aufnehmen möchten. Sie müssen allerdings die Lage markieren und dürfen ihn nicht reinigen.
  • Versehentliches Bewegen Ihres Balles bei der Suche ist straflos. Der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.
  • Wenn sich der Ball an anderer Stelle als auf dem Grün bewegt, bekommen Sie nur dann einen Strafschlag, wenn Sie auch wirklich direkt für die Veränderung der Lage des Balles verantwortlich gemacht werden können. Bei Selbstverschulden muss der Ball zurückgelegt werden, wenn „Naturkräfte“ am Werk waren, wird von der neuen Stelle gespielt.
  • Caddie oder Partner dürfen nicht hinter dem Spieler stehen, sobald er beginnt, den Stand einzunehmen.
  • Ein Spieler darf keinen Schläger mehr zum Anzeigen seiner Spiellinie hinlegen, weder vor noch während des Schlags – also auch nicht zum Ausrichten.
  • Spieler oder Caddie dürfen auf dem Grün die Spiellinie berühren – auch mit dem Flaggenstock.
  • Der Caddie darf den Ball auf dem Grün markieren, aufnehmen und reinigen – auch ohne explizite Zustimmung des Spielers. Nicht dieselbe Person muss den Ball zurücklegen.
  • Wenn der Ball im Bunker liegt, dürfen lose hinderliche Naturstoffe straflos bewegt werden. Der Sand darf mit dem Schläger vor oder hinter dem Ball (bei einem Übungsschwung oder im Rückschwung) nicht berührt werden. Aber der Spieler dürfte sich beim Warten auf den Schläger stützen.
  • Zusätzlich zu Pitchmarken und alten Lochpfropfen dürfen Sie auf dem Grün Spike-Spuren und andere von Schuhen verursachte Schäden ausbessern. Auch durch Tiere oder Pflegearbeiten entstandene Schäden dürfen ausgebessert werden. Die Spiellinie darf nicht über das Ausbessern des Schadens hinaus verbessert werden.
  • Bewegt sich Ihr Ball auf dem Grün, nachdem er bereits markiert, aufgenommen und zurückgelegt wurde, aus irgendeinem Grund – einschließlich durch eigenes versehen oder beispielsweise Wind -, muss er straflos an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.
  • Versehentliches Bewegen des Balls oder Ballmarkers auf dem Grün ist straflos und beides wird einfach an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt
  • Es ist straflos, den Flaggenstock zu treffen – auch beim Putt von innerhalb des Grüns. Geht der Ball nicht ins Loch, spielen Sie ihn, wie er liegt.
  • Wenn ein Ball eines fremden Spielers versehentlich aufgenommen wurde, darf er einfach wieder zurückgelegt werden. Wenn die Stelle nicht mehr genau bekannt ist, darf sie geschätzt werden.
  • Droppen ab 2019: Der Ball muss aus Kniehöhe gerade nach unten fallengelassen werden (nicht werfen, rollen, drehen und er darf Sie nicht treffen, bevor er auf den Boden auftrifft).
  • Wenn Sie Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen (droppen straflos oder mit Strafschlag), dürfen Sie Ihren Ball künftig wechseln und einen anderen weiterspielen.
  • Der Ball muss beim Droppen in definiertem Erleichterungsbereich („Schlägerlängen“) zur Ruhe kommen. Ansonsten den Ball dort hinlegen, wo er beim zweiten Drop den Boden traf.
  • Zur Bemessung eines Erleichterungsbereichs zählt als Schlägerlänge immer der längste Schläger, ausgenommen des Putters.
  • Ab 2019 gibt es den Begriff Penalty Area für rot oder gelb markierte Flächen (Wasserhindernisse, Wald, Wüste, Schluchten und anderes). Dort dürfen Sie lose hinderliche Naturstoffe entfernen, den Schläger aufsetzen und Probeschwünge machen und dabei Boden oder Wasser berühren. Es gelten dieselben Regeln wie beim Spielen auf dem Fairway oder im Rough.
  • Wenn Sie Erleichterung in einer Penalty Area in Anspruch nehmen möchten, dürfen Sie auf Linie Fahne und Kreuzungspunkt zur Penalty Area beliebig weit zurückgehen, einen Erleichterungsbereich mit einer Schlägerlänge bemessen oder schätzen und droppen.
  • Wenn Sie den Ball im Bunker für unspielbar halten, haben Sie eine zusätzliche Möglichkeit, die Sie auf der Linie zurück mit zwei Strafschlägen außerhalb des Bunkers droppen lässt. Beim Messen oder Schätzen des Erleichterungsbereichs entlang einer Linie gilt eine (!) Schlägerlänge, im Gegensatz zu den zwei Schlägerlängen, die von der ursprünglichen Lage des Balls aus gemessen werden.
  • Ist Ihr Ball verloren oder im Aus, darf der Golfclub ab 2019 eine Platzregel erlassen, die nicht von Ihnen verlangt, mit Schlag und Distanzverlust (also „zurückgehen“) zu spielen. Dann dürfen Sie die Stelle des verlorenen Balls oder des Balls im Aus und dessen Entfernung zum Loch schätzen, in gleicher Distanz zum Loch am nächstgelegenen Fairwayrand einen Erleichterungsbereich mit zwei Schlägerlängen auf das Fairway bestimmen und irgendwo in diesem Korridor beliebig weit nach hinten und nicht näher zur Fahne mit zwei Strafschlägen droppen. Die Platzregel lässt sich jedoch nicht anwenden, wenn der Ball in einer Penalty Area verloren ist oder ein provisorischer Ball gespielt wurde. Wenn eine solche Platzregel überhaupt erlassen wird, sollte dies sorgsam erwogen werden und eher für „Social Golf“ oder EDS-Runden angewandt werden und nicht für sportlich anspruchsvollere Turniere.
  • Für einen eingebetteten Ball darf nun auf dem gesamten „Gelände“ – also auch im Semirough und im Rough – straflos Erleichterung in Anspruch genommen werden.
  • Ein provisorischer Ball darf nun auch dann gespielt werden, nachdem eine Weile nach dem ursprünglichen Ball gesucht wurde. Die Gesamtsuchzeit von drei Minuten darf dabei jedoch nicht überschritten werden.
  • Die Einschränkung bei der Erleichterung von Tierlöchern auf solche von Erdgänge grabenden Tieren, Reptilien oder Vögeln besteht nicht mehr.
  • Landet der Ball auf oder nahe einem falschen Grün, so muss auch dann straflos gedroppt werden, wenn der Stand auf dem falschen Grün einzunehmen wäre.
  • Trifft ein Ball den Spieler oder dessen eigene Ausrüstung, so ist dies straflos, sofern es sich um ein Versehen handelt.
  • Ein Doppelschlag ist straflos und zählt somit einfach als ein Schlag.
  • Bei einer rot markierten Penalty Area ist ein Droppen auf der anderen Seite nicht mehr zulässig.
  • Ein an der Fahnenstange eingeklemmter Ball gilt als eingelocht, wenn ein Teil des Balls unterhalb der Lochkante ist.

Neuer Course Rate ab 2019

Turnusmäßig wurde unser Platz im August d.J. von Mitarbeitern des DGV in seiner Spielschwierigkeit neu bewertet. Dabei wurden sowohl der „Course Rate“ (CR) – also die durchschnittliche Anzahl von Schlägen, die ein Scratch-Spieler bei normalem Kurszustand und Wetterbedingungen auf dem Platz benötigt – als auch der „Slope“ – sprich: die Schwierigkeit des Platzes – neu ermittelt.

Im Rahmen der Bewertung wurden auf der Anlage umfangreiche Messungen durchgeführt, die sich zu einer Summe von ca. 500 verschiedenen Kennzahlen addierte, die wiederum – nach international einheitlichen Verfahren – in „CR“ und „Slope“ umgerechnet wurden.

Das zutage getretene Ergebnis dürfte kaum jemanden überraschen: unser Platz wird künftig schwerer eingestuft, was sich in Zahlen ausgedrückt wie folgt darstellt:

  ALT NEU
Farbe Meter Herren Slope Herren CR Damen Slope Damen CR Herren Slope Herren CR Damen Slope Damen CR
Weiß

6053

125

72,0

130

72,2

Gelb

5780

125

70,5

130

76,4

130

70,7

135

77,0

Blau

5086

116

66,5

125

72,3

124

67,0

127

72,5

Rot

4869

115

65,9

122

70,9

119

65,9

125

71,1

Orange

2835

92

56,8

89

57,7

96

57,6

93

58,3

In Absprache mit der zuständigen Stelle des DGV werden die neuen Werte mit dem Beginn der kommenden Saison am 1.April 2019 in Kraft gesetzt.

Die nun veränderte Vorgabentabelle wird vor Beginn der neuen Saison im Club ausgehängt bzw. ausgelegt, ebenso werden die entsprechenden Tabellen auf unserer Webseite aktualisiert.

Wer jedoch schon jetzt seine zukünftige Spielvorgabe kennen möchte, der kann sich diese natürlich gerne unter Verwendung der o.g. Kennzahlen mit der Formel

                        Stammvorgabe * (Slope / 113) – CR + 72

selbst ausrechnen. Allen anderen sei gesagt, dass sich die Spielvorgabe in der überwiegenden Zahl der Fälle um einen Schlag erhöhen wird.

Michael Kuhlen – 31.10.2018

Neue Golfregeln erstmalig veröffentlicht

Auch wenn es noch ein paar Monate dauert bis die neuen Golfregeln am 01. Januar 2019 in Kraft treten, soll dennoch allen „Regel-Junkies“ schon heute Gelegenheit gegeben werden, die erste Fassung des „R&A“ – wenn auch nur als englische Ausgabe – in Augenschein zu nehmen.

Der Link zum entsprechenden PDF findet sich hier:

Rules of Golf for 2019

Michael Kuhlen – 12.03.2018

Ausnahme zu Regel 6-6d (Schlagzahlen im Zählspiel)

Die bisherige Ausnahme zu Regel 6-6d sieht vor, dass ein Spieler, der erst nach Rückgabe der Zählkarte erfährt, dass er sich für eine bestimmte Handlung eine Strafe zugezogen hat, nicht disqualifiziert wird, sondern sich zu der anwendbaren Strafe zusätzlich zwei Strafschläge zuzieht.

In den Regeln 2019 werden diese zwei zusätzlichen Strafschläge entfallen. Der R&A und die USGA haben jedoch bereits ab dem 1. Januar 2018 eine Platzregel zugelassen, welche die aktuelle Ausnahme zur Regel 6-6d wie folgt abändert:

Ausnahme: Reicht ein Bewerber für irgendein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl ein, weil er einen oder mehrere Strafschläge nicht notiert hatte – von denen er, bevor er die Scorekarte einreichte, jedoch nicht wusste, dass er sich diese zugezogen hatte – ist er nicht disqualifiziert.

Unter diesen Umständen zieht sich der Bewerber die Strafe der anwendbaren Regel zu, aber keine weitere Strafe für den Verstoß gegen Regel 6-6d. Diese Ausnahme findet keine Anwendung, wenn die Strafe der anwendbaren Regel die Disqualifikation vom Wettspiel ist.

Michael Kuhlen 14.01.2018

Handbuch-Spielgeschwindigkeit

Der Deutsche Golf Verband hat nun das „Handbuch Spielgeschwindigkeit“ veröffentlicht, welches sich anlehnt an das vom „R&A“ erstellte „Pace of Play Manual“. Das Handbuch kann über das Anklicken des folgenden Links zur Anzeige oder zum Herunterladen geöffnet werden:

Handbuch-Spielgeschwindigkeit

Die wesentlichen Themen dieses Handbuchs haben wir bereits im September in Eigenregie auf unserer Webseite im Bereich „Sportbetrieb“ dargestellt (Beitrag „Das langsame Spiel“) und freuen uns natürlich, dass der DGV durch die Veröffentlichung des neuen Handbuchs unsere Empfehlungen zur Verbessrung der Spielgeschwindigkeit nochmals untermauert.

Ganz speziell „Ready Golf“ – ab 2019 fester Bestandteil der offiziellen Golfregeln – soll mit dem Handbuch schon heute beim Spiel gefördert werden.

Der DGV wendet „Ready Golf“ bereits ab 2018 bei Verbandswettspielen an und so sollte es auch das Ziel unseres Clubs sein schon im kommenden Jahr die Umsetzung auf Clubebene voranzutreiben.

Für nähere  Informationen sehen Sie auch: www.golf.de/readygolf

 

Das langsame Spiel

Das langsame Spiel

Es gibt vieles, über das sich Golfspielerinnen und Golfspieler im Laufe einer Golfrunde ärgern:  ein nicht gelochter Putt, ein Ball im Aus oder auch ein unspielbarer Ball im hohen Rough. Aber aller Ärger darüber ist meist schon nach dem nächsten guten Schlag verflogen. Ein Ärger jedoch bleibt im Verlauf der gesamten Runde erhalten: die Verärgerung über das langsame Spiel des vorangehenden Flights oder gar der eigenen Mitspieler.

Und die Verärgerung ist berechtigt, denn das langsame Spiel ist nicht einfach nur eine  Unhöflichkeit oder ein Verstoß gegen die Etikette; es ist eine Verletzung der Golfregel 6-7 („Unangemessene Verzögerung, langsames Spiel“).  Denn dort steht u.a. geschrieben:

„Der Spieler muss ohne unangemessene Verzögerung und in Übereinstimmung mit jeder von der Spielleitung für das Spieltempo ggf. erlassenen Richtlinie spielen. Zwischen der Beendigung eines Lochs und dem Abspielen am nächsten Abschlag darf der Spieler das Spiel nicht unangemessen verzögern.“

Beispiele für eine unangemessene Verzögerung sind z. B.:

  • Bälle suchen im Aus
  • Länger als fünf Minuten einen Ball suchen
  • Mehr als ein Loch vor sich frei haben und die wartende Gruppe hinter sich nicht durchspielen lassen
  • Wiederholt nicht spielbereit sein, wenn man an der Reihe ist (nicht am Ball stehen, Handschuh noch nicht angezogen, Schläger noch nicht gewählt)

In vielen Sportarten gibt es Richtzeiten, in denen die Teilnehmer ihre jeweiligen Leistungen erbringen müssen. Dies dient überall der reibungslosen Organisation des Spiels und verhindert, dass sich einzelne Spielerinnen und Spieler auf Kosten anderer zu viel Zeit nehmen. Es handelt sich hier also um eine Regel zur Aufrechterhaltung des Spielflusses im Interesse aller anderen Spieler auf dem Platz. Sie ist damit eine Regel gegen Rücksichtslosigkeit und Egoismus.

Wenn nun davon auszugehen ist, dass schon ab 2019 eine Verschärfung der Golfregeln im Interesse eines flüssigen Golfspiels in Kraft treten wird (Suchzeit für einen Ball von fünf auf drei Minuten verkürzt, die Empfehlung, dass jeder Schlag inkl. der Vorbereitung nicht mehr als 40 Sekunden dauern und üblicherweise noch schneller ausgeführt werden soll), so ist es schon heute an der Zeit bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln das eigene Spieltempo in Übereinstimmung mit der derzeitig gültigen Regel 6-7 zu „optimieren“.

Dies kann auf die eine oder andere der folgenden Arten geschehen:

  • Achten Sie auf den voraus spielenden Flight und versuchen Sie immer Anschluss zu halten
  • Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Gruppe an Boden verliert, sagen Sie es unbedingt den anderen Spielern in Ihrem Flight
  • Wenn Ihre Gruppe den Abstand größer werden lässt, versuchen Sie bitte, diesen Rückstand wieder aufzuholen
  • Wenn Sie mehr als eine ganze Bahn hinter dem voraus spielenden Flight verloren haben, lassen Sie den nachfolgenden Flight bei der nächstbesten Gelegenheit durchspielen
  • Bereiten Sie sich auf Ihren nächsten Schlag bereits vor, wenn Sie noch nicht an der Reihe sind. Das gibt Ihnen die Chance, Ihren nächsten Schlag ohne Zeitverlust auszuführen. Zu dieser Vorbereitung zählt die Festlegung der Strategie, Abschätzung der Entfernung, Auswahl des Schlägers, die Bestimmung der Ziellinie und die Probeschwünge. Wenn Ihr Vorgänger seinen Ball spielt, sollten Sie natürlich nicht mehr probeschwingen. Auch auf dem Grün können Sie die Puttlinie bereits lesen, während Ihre Mitspieler noch mit ihrer Vorbereitung beschäftigt sind
  • Positionieren Sie Ihr Golftasche bzw. Ihren Trolley vor dem Putten auf dem Weg zum nächsten Abschlag. Dann können Sie ohne Zeitverzögerung schnell das Grün verlassen
  • Verlassen Sie das Grün spätestens sobald alle Spieler in Ihrer Gruppe zu Ende geputtet haben. Warten Sie idealerweise am Rande des Grüns. Damit schenken Sie Ihrem Mitspieler genügend Aufmerksamkeit. Ein Spieler, der schon zu Ende geputtet hat, sollte die Fahne bereits halten, um diese sofort nach dem letzten Ball ins Loch zu stecken
  • Tragen Sie die Ergebnisse eines Lochs erst auf dem nächsten Abschlag in die Scorekarte ein. Während Ihre Flightpartner abschlagen ist dafür jede Menge Zeit
  • Spielen Sie immer einen provisorischen Ball, wenn es möglich ist, dass Sie Ihren ersten Ball nicht mehr wieder finden oder es wahrscheinlich ist, dass er im Aus gelandet ist. Der dümmste Ausspruch beim Golf ist „Den finden wir!“

All dies sind nur winzige und auf ganz einfache Weise umsetzbare Anpassungen im Verhalten auf dem Golfplatz und sind schlussendlich im ureigensten Interesse jedes Einzelnen. Denn sie bewahren vor   der Ermahnung durch den Marshal oder – im allerschlimmsten Fall – vor der Disqualifikation im Wettspiel.

Michael Kuhlen – 13.09.2017

Neues weltweit gültiges Handicap-System ab 2020

Nach der Bekanntgabe zur Vereinfachung der Golfregeln wollen die weltweit anerkannten obersten Regelhüter des Golfsports, R&A und USGA, auch das aktuell geltende Handicap-System überarbeiten. Geplant ist die Einführung eines weltweit einheitlichen Systems.

Für die Umsetzung des sogenannten World-Handicap-Systems wurde ein Ausschuss aus den sechs bestehenden Systemen von Golf Australia, dem Council of National Golf Unions (CONGU) in Großbritannien und Irland, der European Golf Association (EGA), der South African Golf Association (SAGA), der Argentine Golf Association (AAG) und der United States Golf Association (USGA) sowie der Japan Golf Association und Golf Canada einberufen. Auch der Deutsche Golf Verband (DGV) wird vom Ausschuss fortlaufend unterrichtet und bringt seinen Standpunkt als zweitgrößter Mitgliedsverband der EGA ein. Dabei ist es dem DGV wichtig, auf die insbesondere in Deutschland positiven Entwicklungen des bereits umgesetzten EGA-Vorgabensystems hinzuweisen und die gewonnen Erkenntnisse zu berücksichtigen.

Ziel von R&A und USGA ist es einen weltweit gleichartigen „Code“ zu erarbeiten um somit, vermutlich ab 2020, das Handicap weltweit einheitlich zu gestalten. Hierzu sind die beiden Golfregel-Institutionen seit nunmehr fast drei Jahren in Gesprächen um einen für alle akzeptablen Weg des Kompromisses zu finden. Die sechs Handicap-Institutionen haben ihre Bereitschaft hierzu bereits grundsätzlich erklärt.

Die Arbeit der letzten drei Jahre mündet nun in ersten Skizzen eines globalen Handicapsystems, die aber auch dem Deutschen Golf Verband noch nicht vorliegen. R&A und USGA möchten sich jedoch vor der Finalisierung des Systems auch ein Bild über die Meinung der Golfspieler und der im Golfsport handelnden Personen machen.

In diesem Zusammenhang möchten wir als Golfclub auch unseren Mitgliedern den folgenden Link vorstellen, der zu einer Befragung leitet, die von R&A und USGA entwickelt wurde. Die Befragung ist in deutscher Sprache:

https://www.snapsurveys.com/wh/s.asp?k=149728625515

Als Dachverband möchte der Deutsche Golf Verband alle Golferinnen und Golfer ermuntern, an dieser Befragung teilzunehmen. Der DGV möchte die Interessen der Golfspieler in Deutschland auf Basis einer möglichst großen Stichprobe vertreten. Nur durch die Teilnahme an dieser Umfrage kann sich ein klareres Bild über die Interessen der deutschen Golflandschaft ergeben.

Michael Kuhlen – 07.07.2017

Die neuen Golfregeln ab 1. Januar 2019, eine Revolution

Die neuen Golfregeln ab 1. Januar 2019, eine Revolution

Wir alle haben uns im Laufe unseres Golferlebens daran gewöhnt, dass es in regelmäßigen Abständen zu Anpassungen und Ergänzungen bei den Regeln kommt. Was nun aber von den beiden Gralshütern des Golfsports, der R&A und der USGA, angekündigt wird kommt einer kleinen Revolution gleich.

Zum ersten Mal seit 1984 haben sich die beiden verantwortlichen Institutionen zum Ziel gesetzt, das gesamte Paket an Regeln unter die Lupe zu nehmen und voll umfänglich den Gegebenheiten unserer Zeit anzupassen. Sie kündigen an, das Golfspiel leichter verständlich, fairer und zukunftsfähiger zu machen, ohne jedoch den Charakter des Spiels zu verändern. Vorbereitend zu den angedachten Änderungen haben nun die beiden zuvor genannten Regelinstanzen  am 1. März 2017 einen umfassenden Überblick über ihre Initiative zur Modernisierung der Golfregeln vorgelegt. Kernstück: Aus gegenwärtig 34 Golfregeln werden 24, wodurch schon das erste deutliche Signal zur Vereinfachung gesetzt wird. Eine Vielzahl inhaltlicher Änderungen soll die Freude am Golfspiel fördern, das Spiel schneller und die Regeln verständlicher machen.

Neben vielen weiteren Anpassungen wird so z.B. die Suchzeit für einen Ball von fünf auf drei Minuten verkürzt, die Empfehlung ausgesprochen, dass jeder Schlag (inkl. Vorbereitung) nicht mehr als 40 Sekunden dauern und üblicherweise noch schneller ausgeführt werden soll sowie das Schlagen außerhalb der Reihenfolge im Zählspiel („Ready Golf“) gefördert werden soll. Darüber hinaus wird eine alternative Form des Zählspiels angeboten, bei der durch die Spielleitung eine maximale Begrenzung für ein zu notierendes Ergebnis je Loch festgelegt werden kann.

Ab 2019 muss auch die Fahne bei einem Schlag auf dem Grün nicht mehr bedient werden und das Fallenlassen des Balles („Droppen“) muss nicht mehr aus Schulter- sondern kann aus beliebiger Höhe erfolgen. Es wird für Spielleitungen die Möglichkeit geschaffen, frei wählbare Flächen als Hindernisse mit roten Pfählen zu kennzeichnen, sogenannten „penalty areas“.

Viele Verhaltensweisen, die dem Charakter des Spiels nicht widersprechen, sind künftig straflos, so z. B. das versehentliche Bewegen eines Balls durch den Spieler bei der Suche, das versehentliche Treffen des Spielers, seiner Ausrüstung oder seines Caddies mit dem Ball oder das Bewegen oder Berühren von Gegenständen wie Blättern, Steinen und Stöcken im Hindernis mit der Hand oder dem Schläger. Auch Entfernungsmessgeräte sind ab 2019 grundsätzlich erlaubt, es sei denn, sie sind durch die Platzregel verboten (Umkehrung der aktuellen Regelung).

Von besonderer Bedeutung ist auch künftig der „Spirit of the Game“, der wahre Geist des Golfspiels. So werden Spielleitungen befugt sein, den hohen Anspruch, den der Golfsport an das Verhalten eines Spielers anlegt, durch einen eigenen Verhaltenskodex zu konkretisieren.

„Golf als ein Sport, der draußen bei jedem Wetter und auf nicht standardisierten Spielfeldern in fast jeder Art von Landschaft gespielt wird, wird immer nach einem Regelkodex suchen, der die Balance aus Fairness und Einfachheit möglichst überzeugend darstellt. Dazu gibt es wahrscheinlich so viele verschiedene Ansichten, wie es Golfspieler gibt“, merkt Alexander Klose an, Vorstand Recht & Services beim Deutschen Golf Verband.

„Besonders zu begrüßen ist, dass R&A und USGA auch Schreibstil und technische Präsentation der Golfregeln ab 2019 grundlegend überarbeiten. Das Regelbuch wird sich künftig auf das konzentrieren, was der Spieler wissen muss. Dazu wird es ab 2019 eine besondere ‚Spielerausgabe‘ der neuen Golfregeln geben.“

Schon in dem bisherigen, fünfjährigen Beratungsprozess haben die obersten Regelinstanzen weltweit viele Beteiligte zurate gezogen. Dieser Prozess wird sich fortsetzen: Bis Ende August 2017 kann jedermann seine Anregungen online in einer Umfrage an R&A und USGA richten. Bis Anfang 2018 werden die zuständigen Gremien endgültige Texte verabschieden.

Der weitere Verlauf des Jahres 2018 wird für den Druck der Regelbücher, die Programmierung der betroffenen Softwarebereiche und die Information der Golfspieler und Offiziellen auf allen Ebenen des Spiels benötigt, bevor mit Wirkung zum 1. Januar 2019 die Einführung der neuen Golfregeln erfolgt.

Die wichtigsten Änderungen sind im Folgenden zusammengefasst. Sie sind im Stil der neuen Spielerausgabe der geplanten Regeln geschrieben, in der direkten Ansprache an Sie, den Spieler

  1. a) Wenn etwas mit Ihrem Ball im Spiel geschieht

(1) Ball in Ruhe versehentlich bewegt

  • Sie bewegen versehentlich Ihren Ball bei der Suche nach ihm: Dies ist nun straflos.
  • Sie bewegen versehentlich Ihren Ball oder Ball-Marker auf dem Grün: Dies ist nun straflos.
  • Neue Richtlinie um zu entscheiden, ob Sie verursacht haben, dass sich Ihr Ball bewegt: Sie werden nur als Verursacher der Bewegung Ihres Balls angesehen, wenn dies bekannt oder so gut wie sicher ist (d. h. Sie haben mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95% die Bewegung verursacht).

(2) Ersetzen eines bewegten oder aufgenommenen Balls

  • Neue Vorgehensweise, wenn Sie die genaue Stelle nicht kennen, an der Ihr Ball zur Ruhe kam: Sie müssen den Ball an seine geschätzte ursprüngliche Stelle hinlegen (statt den Ball an diesem Punkt fallen zu lassen), und wenn die geschätzte Stelle auf, unter oder an etwas Wachsendem oder befestigten Gegenstand (wie Gras) ist, müssen Sie den Ball auf, unter oder an diese Gegenstände legen.

(3) Ball in Bewegung versehentlich abgelenkt

  • Trifft Ihr Ball in Bewegung versehentlich Sie, Ihre Ausrüstung, Ihren Caddie, jemand, der den Flaggenstock für Sie bedient oder einen entfernten oder bedienten Flaggenstock: dies ist zukünftig straflos (z. B. wenn Ihr Ball vom Bunkerrand abprallt und Sie trifft).
  1. b) Erleichterung in Anspruch nehmen

(1) Einen Ball in einem definierten Erleichterungsbereich fallen lassen

  • Vereinfachtes Fallenlassen: Es wird nur verlangt, dass Sie den Ball über dem Boden halten, ohne dass er irgendetwas Wachsendes oder einen anderen natürlichen oder künstlichen Gegenstand berührt, und Sie ihn dann so fallen lassen, dass der Ball durch die Luft fällt, bevor er zur Ruhe kommt. Um jeden Zweifel zu vermeiden, wird empfohlen, den Ball aus einer Höhe von mindestens 2,5 Zentimetern (1 Zoll) über dem Boden oder irgendetwas Wachsendem oder einem sonstigem Gegenstand fallen zu lassen.
  • Definierter Erleichterungsbereich: Der Ball muss in einem einzigen bestimmten Erleichterungsbereich fallen gelassen und gespielt werden (während Sie heute einen Ball in einem Bereich fallen lassen und ihn dennoch spielen können, wenn er aus diesem Bereich wegrollt. Sie müssen ihn zurzeit nur dann erneut fallen lassen, wenn er in einen von neun speziellen Bereichen rollt).
  • Feststehende Maße definieren den Erleichterungsbereich: Es werden feststehende Entfernungen von 50 Zentimetern (20 Zoll) oder 203 Zentimetern (80 Zoll) genutzt, um die Ausdehnung des Erleichterungsbereichs zu messen (nicht mehr mit einer oder zwei Schlägerlängen). Dies kann leicht durch die Verwendung von Markierungen auf dem Schaft eines Schlägers gemessen werden.

(2) Verlorener Ball

  • Zeit für die Ball-Suche verkürzt: Ein Ball ist verloren, wenn er nicht innerhalb von drei Minuten (anstatt der aktuellen fünf Minuten) gefunden wird, nachdem Sie die Suche nach ihm begonnen haben.

(3) Eingebetteter Ball

  • Erleichterung für eingebetteten Ball im Gelände: Sie können überall Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn Ihr Ball im Gelände eingebettet ist (außer in Sand), es sei denn, eine Platzregel beschränkt die Erleichterung auf das Fairway oder ähnliche Bereiche (dies kehrt die bisherige Standardsituation in den aktuellen Regeln um).

(4) Bei Erleichterungsverfahren zu verwendender Ball

  • Einsetzen eines anderen Balls: Sie können sowohl bei strafloser Erleichterung wie auch bei strafbewehrtem Vorgehen nach einer entsprechenden Regel entweder weiterhin den ursprünglichen Ball verwenden oder einen anderen Ball einsetzen.
  1. c) Besondere Regeln für bestimmte Bereiche des Platzes

(1) Grün

  • Putten mit dem Flaggenstock im Loch: Es gibt keine Strafe mehr, wenn Sie einen Ball auf dem Grün spielen und der Ball den unbedienten Flaggenstock im Loch trifft.
  • Reparieren von Schäden auf dem Grün: Sie können fast alle Schäden (einschließlich Spikespuren und Beschädigungen durch Tiere) auf dem Grün ausbessern (bislang konnten Sie nur Balleinschlaglöcher und alte Lochpfropfen ausbessern).
  • Sie berühren Ihre Puttlinie oder das Grün beim Angeben der Richtung: Es gibt keine Strafe mehr, wenn Sie oder Ihr Caddie eine dieser Handlungen vornehmen, solange dies nicht die Bedingungen für Ihren Schlag verbessert.
  • Ball zurücklegen, wenn sich Ihr Ball bewegt, nachdem Sie ihn bereits markiert, aufgenommen und zurückgelegt hatten: Immer wenn dies auf dem Grün geschieht, legen Sie den Ball an seine ursprüngliche Stelle zurück – auch wenn er vom Wind weggeblasen wurde oder sich ohne klaren Grund bewegt hatte.
  • Ihr Caddie markiert und hebt den Ball auf dem Grün auf: Es gibt keine Strafe mehr, wenn Ihr Caddie dies ohne Ihre ausdrückliche Ermächtigung macht.

(2) „Penalty Areas“

  • „Penalty Areas“ werden über Wasserhindernisse hinaus erweitert: rot und gelb markierte „Penalty Areas“ können zusätzlich zu Bereichen mit Wasser nun auch Bereiche (wie z. B. Wüste, Wald oder Felsen) umfassen, die die Spielleitung als solche markiert.
  • Erweiterte Verwendung von rot gekennzeichneten „Penalty Areas“: Die Spielleitung ist berechtigt, alle „Penalty Areas“ rot zu kennzeichnen, sodass eine Erleichterung zur Seite immer erlaubt ist (aber sie kann „Penalty Areas“ immer noch gelb markieren, wenn sie es für angebracht hält).
  • Erleichterung auf der gegenüberliegenden Seite entfällt: Sie dürfen nicht mehr von einem rot gekennzeichneten Hindernis auf der gegenüberliegenden Seite, an der der Ball die Grenze des Hindernisses zuletzt gekreuzt hat, Erleichterung in Anspruch nehmen (es sei denn, eine Spielleitung erlässt eine Platzregel dazu, die dies erlaubt).
  • Alle besonderen Einschränkungen beim Bewegen oder Berühren von Gegenständen im Hindernis entfallen: Es gibt keine Strafe mehr, wenn Sie lose hinderliche Naturstoffe (wie Blätter, Steine und Stöcke) oder den Boden im Hindernis mit der Hand oder Ihrem Schläger berühren.

(3) Bunker

  • Beseitigung von Einschränkungen beim Bewegen loser hinderlicher Naturstoffe: Es gibt keine Strafe mehr, wenn Sie in einem Bunker lose hinderliche Naturstoffe berühren oder bewegen.
  • Gelockerte Einschränkungen beim Berühren des Sandes mit Ihrer Hand oder Ihrem Schläger, wenn Ihr Ball in einem Bunker liegt: Sie dürfen jetzt nur nicht den Sand (1) mit Ihrer Hand oder Ihrem Schläger berühren, um die Beschaffenheit des Bunkers zu prüfen oder (2) Sie dürfen auch nicht mit Ihrem Schläger die Umgebung direkt vor oder hinter dem Ball mit Ihrem Schläger berühren, sei es bei einem Übungsschwung oder beim Rückschwung für Ihren Schlag.
  • Neue Option bei unspielbarem Ball: Mit zwei Strafschlägen können Sie Erleichterung außerhalb des Bunkers in Anspruch nehmen, indem Sie einen Ball auf der Verlängerung der Linie vom Loch über die Lage des Balls im Bunker zurück bestimmen und den Ball auf dieser Linie fallen lassen.
  1. d) Ausrüstung, die Sie verwenden dürfen

(1) Beschädigte Schläger

  • Verwendung von beschädigten Schlägern: Sie dürfen jeden Schläger weiter verwenden, der während der Runde beschädigt wurde, egal wie es passierte (z. B. wenn Sie ihn aus Ärger beschädigten).
  • Ersatz beschädigter Schläger: Sie dürfen nur die Schläger ersetzen, für deren Beschädigung Sie nicht verantwortlich waren.

(2) Ball spielunbrauchbar

  • Einsetzen eines anderen Balls für einen Ball mit einer Kerbe oder einen zerbrochenen Ball: Sie können einen anderen Ball einsetzen, wenn Ihr Ball im Spiel während eines Lochs eingekerbt wird oder zerbricht, während dieses Loch gespielt wird. Sie dürfen aber keinen Ball mehr auswechseln, nur weil er außer Form geraten ist.

(3) Entfernungsmessgeräte

  • Entfernungsmessgeräte sind erlaubt: Sie dürfen Entfernungsmesser verwenden, um Entfernungen zu messen, außer wenn diese Geräte durch eine Platzregel verboten sind (dies kehrt die bisherige Standardsituation in den aktuellen Regeln um).
  1. e) Wie Sie sich auf den Schlag vorbereiten und den Schlag ausführen
  • Erweiterte Einschränkung der Unterstützung durch den Caddie bei der Ausrichtung zum Schlag: Ihr Caddie darf nicht mehr auf einer Linie hinter Ihnen stehen, von dem Zeitpunkt an, an dem Sie beginnen, Ihre Standposition einzunehmen bis Sie den Schlag gemacht haben.
  1. f) Förderung des schnelleren Spiels
  • Sie werden ermutigt, unverzüglich zu spielen: Es wird empfohlen, dass jeder Schlag in nicht mehr als 40 Sekunden – und üblicherweise noch schneller- ausgeführt wird, sobald Sie an der Reihe sind.
  • Spielen außerhalb der Reihenfolge im Zählspiel („ready golf“): Dies war immer straflos, und jetzt werden Sie verstärkt dazu ermutigt, dies in einer sicheren und verantwortungsvollen Weise zu tun, wenn es sich ergibt oder um Zeit zu sparen.
  • Neue alternative Form des Zählspiels: Die Regeln kennen nun eine neue Form des Zählspiels mit einem „Maximal-Ergebnis“, bei dem Ihr Ergebnis für ein Loch auf ein von der Spielleitung festgelegtes Maximum begrenzt ist (z. B. Doppelbogey oder Triplebogey). Der Ball kann aufgenommen werden und das nächste Loch gespielt werden, wenn Ihre Schlagzahl das  Maximum erreicht hat oder darüber liegt.
  • Andere Änderungen, um das Spieltempo zu fördern: Das vereinfachte Erleichterungsverfahren, die reduzierte Zeit für die Ballsuche, die Ausweitung der „Penalty Areas“, mehr Nutzungsmöglichkeiten rot gekennzeichneter „Penalty Areas“, und die Erlaubnis, mit dem Flaggenstock im Loch einzulochen, sollten das Spieltempo fördern.
  1. g) Durchsetzung von hohen Verhaltensstandards und Vertrauen in die Integrität der Spieler
  • Spielen im Sinne des „Spirit of the Game“: Neue Bestimmungen werden hinzugefügt, um die von allen Spielern auf dem Platz erwarteten hohen Verhaltensstandards zu betonen, sowie das Recht der Spielleitung, Spieler für ein erhebliches Fehlverhalten zu disqualifizieren.
  • Verhaltenskodex: Die Spielleitungen sind befugt, einen eigenen Verhaltenskodex für Spieler aufzustellen und Sanktionen für die Verletzung dieser Bestimmungen festzulegen.
  • Notwendigkeit entfällt, das Aufnehmen des Balls anzukündigen: Vorausgesetzt Sie haben einen guten Grund, Ihren Ball aufzunehmen, um ihn zu identifizieren, um zu sehen, ob er eingekerbt oder zerbrochen ist, oder um zu sehen, ob Sie Anspruch auf Erleichterung haben (z.B. um zu sehen, ob der Ball eingebettet ist), sind Sie nicht mehr verpflichtet, zuerst einem anderen Spieler oder Ihrem Zähler mitzuteilen, dass Sie dies tun wollen oder dieser Person Gelegenheit zu geben, das Verfahren zu beobachten.
  • Überprüfung begründeter Entscheidungen: Wenn Sie eine Stelle, einen Punkt, eine Linie, einen Bereich oder eine Distanz nach einer Regel abschätzen oder messen müssen, wird Ihre begründete Entscheidung nicht auf der Grundlage von späteren Beweisen (wie etwa einem Videobeweis) in Frage gestellt, wenn Sie alles getan haben, was unter den gegebenen Umständen vernünftigerweise erwartet werden konnte, um richtig zu schätzen oder zu messen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Golfverbandes (www.golf.de) sowie bei der R&A unter  www.randa.org.

Michael Kuhlen – 02.03.2017