Platzregeln (ab Mai 2020)

In Ergänzung der in der DGV/BWGV Hardcard festgelegten Bestimmungen gilt für den Bereich des Golfplatzes des Baden Hills Golf und Curling Club e.V. folgendes:

1.      Ausgrenzen (Regel 18.2)

  • links der Bahnen 1,2,3,13,17 und 18 gilt die Innenkante der Straße als Auslinie, sofern keine weißen Pfähle gesteckt sind
  • links der Bahnen 1,6,9,10,11,12 und 13 sind die durch weiße Pfähle und/oder Zaun gekennzeichnet
  • rechts der Bahn 10 und der Bahn 18 sind durch weiße Pfähle gekennzeichnet
  • hinter dem 15. und 18. Grün sind durch weiße Pfähle oder Zaun gekennzeichnet
  • die weißen Pfähle zwischen Bahn 15 und 16 gelten nur beim Spielen von Bahn 15 als Ausgrenze, beim Spielen der Bahn 16 sind diese unbewegliche Hemmnisse.

2.  Ungewöhnliche Platzverhältnisse (Regel 16.1)

  • sind durch blaue Pfähle und/oder weiße oder blaue Einkreidungen gekennzeichnete Flächen
  • Blumenbeete links am Grün der Bahn 3, Wege mit künstlicher Oberfläche, mit Pfählen oder Manschetten oder Bändern oder Seilen gekennzeichnete Anpflanzungen gelten als unbewegliche Hemmnisse, Erleichterung kann in Anspruch genommen werden
  • Zäune rechts der Bahn 10 und rechts der Bahn 18 gelten als unbewegliche Hemmnisse, Erleichterung kann in Anspruch genommen werden
  • Künstlich angelegte Grünböschungen und Bunkereinfassungen gelten als Bestandteile des Platzes, straflose Erleichterung kann nicht in Anspruch genommen werden

3.  Ergebnisse im Zählspiel notieren (Regel 3.3b)

  • Spieler dürfen Ihre eigenen Ergebnisse auf der Scorekarte erfassen (es ist nicht erforderlich, dass der Zähler dies tut).
  • Es ist nicht erforderlich, dass der Zähler die Lochergebnisse des Spielers physisch bestätigt, aber es sollte zumindest eine mündliche Bestätigung erfolgen.
  • Es ist nicht erforderlich, eine Scorekarte physisch bei der Spielleitung einzureichen, vorausgesetzt, die Spielleitung kann die Ergebnisse in anderer Form annehmen.
  • Es wird empfohlen, die Ergebnisse mit der qualifizierten elektronischen Scorekarte (QeSC) über das Mobiltelefon zu erfassen. Ist das nicht möglich, kann ein Foto der Scorekarte mit dem Mobiltelefon als Email oder WhatsApp an das Sekretariat gesendet werden, was jedoch gegenüber der elektronischen Scorekarte erheblichen Mehraufwand auslöst. Möglich ist auch eine mündliche Mitteilung.

Flaggenstöcke

Der Flaggenstock darf beim Spielen eines Lochs nicht aus dem Loch entfernt werden. Strafe bei Verstoß: Grundstrafe.

Loch

Kommt ein Ball in bzw. auf einem Plastiklocheinsatz zur Ruhe, so gilt er auch dann als eingelocht, wenn dieser nicht  vollständig mit ganzem Durchmesser unterhalb der Ebene des Lochrandes zur Ruhe kommt.

Bunker

Liegt ein Ball in einem Bunker, aus dem die Spielleitung zum Infektionsschutz die Harken entfernt  hat, und ist die Lage des Balls durch unzureichendes Einebnen des Sands durch andere Spieler beeinträchtigt, darf der Ball entsprechend Regel 16.1c (Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen im Bunker) straflos fallen gelassen werden. Erleichterung wird nicht gewährt, wenn nur die Standposition des Spielers betroffen ist.

Neues Handicap-System

World-Handicap-System in Deutschland nicht vor 2021

Sorgfalt vor Schnelligkeit bei Einführung des einheitlichen Systems

Der Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A) und die United States Golf Association (USGA) haben die nächsten Schritte hin zu einem globalen World-Handicap-System eingeleitet. Für Golf-Deutschland hat der Deutsche Golf Verband (DGV) das Einführungsjahr 2021 vorgesehen. Informationen, die aktuell weltweit verbreitet werden, müssen hierzulande nicht immer für die spätere Anwendung Gültigkeit haben.

Ziel ist es, die derzeit sechs bestehenden Handicap-Systeme (von Australien bis Europa, siehe: Karte am Endes Textes), beginnend ab 2020, zu einem gemeinsamen einheitlichen Code zusammenzufassen. „Dass erstmals ein weltweit einheitliches Handicap-System eingeführt werden soll, ist zu begrüßen“, sagt Alexander Klose, Vorstand Recht und Service im DGV. Er betont, „dass jedoch bei der Einführung Sorgfalt vor Schnelligkeit geht, denn erst seit kurzem sind uns die geplanten Inhalte und Rahmenbedingungen für die Anwendung eines weltweiten Handicap-Systems bekannt. Nicht zuletzt deshalb gilt, dass auch diese neuen Regularien erst dann eingeführt werden, wenn die Umsetzungsschritte so sind, dass alle Beteiligten (Verbände, Golfclubs und Golfspieler) rechtzeitig wissen, was auf sie zukommt.“ Alexander Klose ergänzt: „Natürlich wird ein weltweites System auch auf regionale Gewohnheiten Rücksicht nehmen müssen. Dies versucht das World-Handicap-System, indem es den Nationen an verschiedenen Stellen bei der inhaltlichen Umsetzung Optionen einräumt, zum Beispiel dazu, ab welchem Handicap-Index ein Spieler, trotz einer schlechten Runde, nicht heraufgesetzt wird.“ Der DGV habe also jetzt die Aufgabe, immer dort, wo das System Alternativen zulässt, für Deutschland die passenden Entscheidungen zu treffen. Details wird der DGV in einem strukturierten Informationsprozess im Laufe des Jahres 2020 bekannt geben.

Als Grundsatz wird gelten, dass sich der neue Handicap-Index in aller Regel aus den besten 8 der letzten 20 vorgabenwirksamen Ergebnisse errechnen wird, ähnlich einer bereits in den USA praktizierten Durchschnittsberechnung. Von daher empfiehlt der DGV, die Saisons 2019 und 2020 zu nutzen, um den Golfspielern möglichst viele vorgabenwirksame Wettspielformate und EDS-Runden anzubieten. Vor allem dann wird gewährleistet sein, dass die zum Zeitpunkt der Einführung notwendige Umrechnung der Handicaps (alt) in den Handicap-Index (neu), das dann aktuelle Spielpotential auch realistisch reflektiert und nicht durch einige wenige vielleicht „historische“ Ausnahmeergebnisse (egal ob sehr gute oder sehr schlechte Runden) verfälschend beeinflusst wird.

Der Spiel- und Vorgabenausschuss des BHGCC wird zur Einführung der ab 2021 für deutsche Golfer konkret geltenden Regelungen zu gegebener Zeit, vergleichbar mit der Einführung der neuen Golfregeln 2019, umfassend informieren.

Michael Kuhlen – 11.05.2019

Neue Penalty Areas auf unserem Golfplatz

Mit den ab 1. Januar 2019 geltenden Golfregeln wurden die bisherigen „Wasserhindernisse“ durch sogenannte „Penalty Areas“ ersetzt. Damit besteht die die Möglichkeit, nicht nur Gewässer, sondern auch weitere Flächen mit roten oder gelben Pfählen zu kennzeichnen. In der Folge dürfen Spieler nicht nur bei (den bisherigen) Wasserhindernissen, sondern an allen so gekennzeichneten Flächen die entsprechende Erleichterung mit einem Strafschlag in Anspruch nehmen. Hintergrund für diese weitreichende Neuregelung ist das grundsätzliche Bemühen, die Rundenzeiten im Golfsport zu verkürzen. Es gilt:

Penalty Areas sind Bereiche des Platzes, aus denen ein Spieler mit einem Strafschlag an einer Stelle außerhalb der Penalty Area Erleichterung in Anspruch nehmen darf. Diese Stelle liegt möglicherweise in erheblicher Entfernung von der Stelle, an der sein Ball zur Ruhe gekommen ist (da, wie bisher bei Wasserhindernissen, der Kreuzungspunkt des Balls mit der Grenze Bezugspunkt für die Regel Anwendung ist, soweit nicht ein Ball von der Stelle des letzten Schlags gespielt wird). Wie in der Definition einer „Penalty Area“ vorgesehen, sind Wasser enthaltende Bereiche wie Seen, Flüsse, Bäche oder Teiche „Penalty Areas“ und sollten als solche gekennzeichnet sein.

Folgende Gründe sind ausschlaggebend für die Einrichtung der neuen Penalty Areas:

Es wird eine Alternative zum Verfahren mit Schlag und Distanzverlust nach Regel 18.1 (Erleichterung mit Strafe von Schlag und Distanzverlust ist jederzeit zulässig) angeboten, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass ein Ball in diesem Bereich verloren geht, zum Beispiel in einem Bereich mit dichtem Bewuchs, wie bspw. auf der linken Seite von Fairway 3.

Es wird eine Alternative zum Verfahren mit Schlag und Distanzverlust nach Regel 19.2 (Unspielbarer Ball) angeboten, wenn es wahrscheinlich ist, dass Erleichterung  von der Lage des Balls nach den in den Regeln 19.2b („auf der Linie zurück“) und 19.2c („seitliche Erleichterung“) vorgesehenen Möglichkeiten keine wirkliche Erleichterung bietet, zum Beispiel in Bereichen mit Felsen oder Unterholz, wie z.B. auf der linken Seite von Fairway  12.

Es sei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hingewiesen, dass der Spieler künftig wie auf dem Fairway agieren darf: lose hinderliche Naturstoffe dürfen entfernt werden, man darf den Schläger aufsetzen und bei den Probeschwüngen den Boden berühren. Innerhalb der Penalty Area kann aber keine Erleichterung von unbeweglichen Hemmnissen in Anspruch genommen werden.

Der Spiel- und Vorgabenausschuss hat sich nun dazu entschlossen einige jener Bereiche unseres Platzes zu Penalty Areas zu erklären, in denen es aufgrund von verlorenen Bällen in der Vergangenheit zu nicht unerheblichen Verzögerungen im Spielablauf gekommen ist.

M.K.  09.05.2019

Die wichtigsten Regeländerungen ab 2019 im Überblick

Eine Übersicht der wichtigsten Regeländerungen ab 2019 hat unser Sportwart Michael Kuhlen zusammengestellt und können am Infoboard im Clubhaus und auf unserer Homepage unter Home/Sportbetrieb nachgelesen werden.

  • Die Suchzeit für einen Ball wird von fünf auf drei Minuten verkürzt, die Empfehlung wird ausgesprochen, dass jeder Schlag nicht mehr als 40 Sekunden dauern soll, und außerdem wird das Schlagen außerhalb der Reihenfolge gefördert.
  • Sie müssen nicht mehr ankündigen, dass Sie Ihren Ball zur Identifizierung aufnehmen möchten. Sie müssen allerdings die Lage markieren und dürfen ihn nicht reinigen.
  • Versehentliches Bewegen Ihres Balles bei der Suche ist straflos. Der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.
  • Wenn sich der Ball an anderer Stelle als auf dem Grün bewegt, bekommen Sie nur dann einen Strafschlag, wenn Sie auch wirklich direkt für die Veränderung der Lage des Balles verantwortlich gemacht werden können. Bei Selbstverschulden muss der Ball zurückgelegt werden, wenn „Naturkräfte“ am Werk waren, wird von der neuen Stelle gespielt.
  • Caddie oder Partner dürfen nicht hinter dem Spieler stehen, sobald er beginnt, den Stand einzunehmen.
  • Ein Spieler darf keinen Schläger mehr zum Anzeigen seiner Spiellinie hinlegen, weder vor noch während des Schlags – also auch nicht zum Ausrichten.
  • Spieler oder Caddie dürfen auf dem Grün die Spiellinie berühren – auch mit dem Flaggenstock.
  • Der Caddie darf den Ball auf dem Grün markieren, aufnehmen und reinigen – auch ohne explizite Zustimmung des Spielers. Nicht dieselbe Person muss den Ball zurücklegen.
  • Wenn der Ball im Bunker liegt, dürfen lose hinderliche Naturstoffe straflos bewegt werden. Der Sand darf mit dem Schläger vor oder hinter dem Ball (bei einem Übungsschwung oder im Rückschwung) nicht berührt werden. Aber der Spieler dürfte sich beim Warten auf den Schläger stützen.
  • Zusätzlich zu Pitchmarken und alten Lochpfropfen dürfen Sie auf dem Grün Spike-Spuren und andere von Schuhen verursachte Schäden ausbessern. Auch durch Tiere oder Pflegearbeiten entstandene Schäden dürfen ausgebessert werden. Die Spiellinie darf nicht über das Ausbessern des Schadens hinaus verbessert werden.
  • Bewegt sich Ihr Ball auf dem Grün, nachdem er bereits markiert, aufgenommen und zurückgelegt wurde, aus irgendeinem Grund – einschließlich durch eigenes versehen oder beispielsweise Wind -, muss er straflos an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.
  • Versehentliches Bewegen des Balls oder Ballmarkers auf dem Grün ist straflos und beides wird einfach an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt
  • Es ist straflos, den Flaggenstock zu treffen – auch beim Putt von innerhalb des Grüns. Geht der Ball nicht ins Loch, spielen Sie ihn, wie er liegt.
  • Wenn ein Ball eines fremden Spielers versehentlich aufgenommen wurde, darf er einfach wieder zurückgelegt werden. Wenn die Stelle nicht mehr genau bekannt ist, darf sie geschätzt werden.
  • Droppen ab 2019: Der Ball muss aus Kniehöhe gerade nach unten fallengelassen werden (nicht werfen, rollen, drehen und er darf Sie nicht treffen, bevor er auf den Boden auftrifft).
  • Wenn Sie Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen (droppen straflos oder mit Strafschlag), dürfen Sie Ihren Ball künftig wechseln und einen anderen weiterspielen.
  • Der Ball muss beim Droppen in definiertem Erleichterungsbereich („Schlägerlängen“) zur Ruhe kommen. Ansonsten den Ball dort hinlegen, wo er beim zweiten Drop den Boden traf.
  • Zur Bemessung eines Erleichterungsbereichs zählt als Schlägerlänge immer der längste Schläger, ausgenommen des Putters.
  • Ab 2019 gibt es den Begriff Penalty Area für rot oder gelb markierte Flächen (Wasserhindernisse, Wald, Wüste, Schluchten und anderes). Dort dürfen Sie lose hinderliche Naturstoffe entfernen, den Schläger aufsetzen und Probeschwünge machen und dabei Boden oder Wasser berühren. Es gelten dieselben Regeln wie beim Spielen auf dem Fairway oder im Rough.
  • Wenn Sie Erleichterung in einer Penalty Area in Anspruch nehmen möchten, dürfen Sie auf Linie Fahne und Kreuzungspunkt zur Penalty Area beliebig weit zurückgehen, einen Erleichterungsbereich mit einer Schlägerlänge bemessen oder schätzen und droppen.
  • Wenn Sie den Ball im Bunker für unspielbar halten, haben Sie eine zusätzliche Möglichkeit, die Sie auf der Linie zurück mit zwei Strafschlägen außerhalb des Bunkers droppen lässt. Beim Messen oder Schätzen des Erleichterungsbereichs entlang einer Linie gilt eine (!) Schlägerlänge, im Gegensatz zu den zwei Schlägerlängen, die von der ursprünglichen Lage des Balls aus gemessen werden.
  • Ist Ihr Ball verloren oder im Aus, darf der Golfclub ab 2019 eine Platzregel erlassen, die nicht von Ihnen verlangt, mit Schlag und Distanzverlust (also „zurückgehen“) zu spielen. Dann dürfen Sie die Stelle des verlorenen Balls oder des Balls im Aus und dessen Entfernung zum Loch schätzen, in gleicher Distanz zum Loch am nächstgelegenen Fairwayrand einen Erleichterungsbereich mit zwei Schlägerlängen auf das Fairway bestimmen und irgendwo in diesem Korridor beliebig weit nach hinten und nicht näher zur Fahne mit zwei Strafschlägen droppen. Die Platzregel lässt sich jedoch nicht anwenden, wenn der Ball in einer Penalty Area verloren ist oder ein provisorischer Ball gespielt wurde. Wenn eine solche Platzregel überhaupt erlassen wird, sollte dies sorgsam erwogen werden und eher für „Social Golf“ oder EDS-Runden angewandt werden und nicht für sportlich anspruchsvollere Turniere.
  • Für einen eingebetteten Ball darf nun auf dem gesamten „Gelände“ – also auch im Semirough und im Rough – straflos Erleichterung in Anspruch genommen werden.
  • Ein provisorischer Ball darf nun auch dann gespielt werden, nachdem eine Weile nach dem ursprünglichen Ball gesucht wurde. Die Gesamtsuchzeit von drei Minuten darf dabei jedoch nicht überschritten werden.
  • Die Einschränkung bei der Erleichterung von Tierlöchern auf solche von Erdgänge grabenden Tieren, Reptilien oder Vögeln besteht nicht mehr.
  • Landet der Ball auf oder nahe einem falschen Grün, so muss auch dann straflos gedroppt werden, wenn der Stand auf dem falschen Grün einzunehmen wäre.
  • Trifft ein Ball den Spieler oder dessen eigene Ausrüstung, so ist dies straflos, sofern es sich um ein Versehen handelt.
  • Ein Doppelschlag ist straflos und zählt somit einfach als ein Schlag.
  • Bei einer rot markierten Penalty Area ist ein Droppen auf der anderen Seite nicht mehr zulässig.
  • Ein an der Fahnenstange eingeklemmter Ball gilt als eingelocht, wenn ein Teil des Balls unterhalb der Lochkante ist.

Neuer Course Rate ab 2019

Turnusmäßig wurde unser Platz im August d.J. von Mitarbeitern des DGV in seiner Spielschwierigkeit neu bewertet. Dabei wurden sowohl der „Course Rate“ (CR) – also die durchschnittliche Anzahl von Schlägen, die ein Scratch-Spieler bei normalem Kurszustand und Wetterbedingungen auf dem Platz benötigt – als auch der „Slope“ – sprich: die Schwierigkeit des Platzes – neu ermittelt.

Im Rahmen der Bewertung wurden auf der Anlage umfangreiche Messungen durchgeführt, die sich zu einer Summe von ca. 500 verschiedenen Kennzahlen addierte, die wiederum – nach international einheitlichen Verfahren – in „CR“ und „Slope“ umgerechnet wurden.

Das zutage getretene Ergebnis dürfte kaum jemanden überraschen: unser Platz wird künftig schwerer eingestuft, was sich in Zahlen ausgedrückt wie folgt darstellt:

  ALT NEU
Farbe Meter Herren Slope Herren CR Damen Slope Damen CR Herren Slope Herren CR Damen Slope Damen CR
Weiß

6053

125

72,0

130

72,2

Gelb

5780

125

70,5

130

76,4

130

70,7

135

77,0

Blau

5086

116

66,5

125

72,3

124

67,0

127

72,5

Rot

4869

115

65,9

122

70,9

119

65,9

125

71,1

Orange

2835

92

56,8

89

57,7

96

57,6

93

58,3

In Absprache mit der zuständigen Stelle des DGV werden die neuen Werte mit dem Beginn der kommenden Saison am 1.April 2019 in Kraft gesetzt.

Die nun veränderte Vorgabentabelle wird vor Beginn der neuen Saison im Club ausgehängt bzw. ausgelegt, ebenso werden die entsprechenden Tabellen auf unserer Webseite aktualisiert.

Wer jedoch schon jetzt seine zukünftige Spielvorgabe kennen möchte, der kann sich diese natürlich gerne unter Verwendung der o.g. Kennzahlen mit der Formel

                        Stammvorgabe * (Slope / 113) – CR + 72

selbst ausrechnen. Allen anderen sei gesagt, dass sich die Spielvorgabe in der überwiegenden Zahl der Fälle um einen Schlag erhöhen wird.

Michael Kuhlen – 31.10.2018

Neue Golfregeln erstmalig veröffentlicht

Auch wenn es noch ein paar Monate dauert bis die neuen Golfregeln am 01. Januar 2019 in Kraft treten, soll dennoch allen „Regel-Junkies“ schon heute Gelegenheit gegeben werden, die erste Fassung des „R&A“ – wenn auch nur als englische Ausgabe – in Augenschein zu nehmen.

Der Link zum entsprechenden PDF findet sich hier:

Rules of Golf for 2019

Michael Kuhlen – 12.03.2018

Ausnahme zu Regel 6-6d (Schlagzahlen im Zählspiel)

Die bisherige Ausnahme zu Regel 6-6d sieht vor, dass ein Spieler, der erst nach Rückgabe der Zählkarte erfährt, dass er sich für eine bestimmte Handlung eine Strafe zugezogen hat, nicht disqualifiziert wird, sondern sich zu der anwendbaren Strafe zusätzlich zwei Strafschläge zuzieht.

In den Regeln 2019 werden diese zwei zusätzlichen Strafschläge entfallen. Der R&A und die USGA haben jedoch bereits ab dem 1. Januar 2018 eine Platzregel zugelassen, welche die aktuelle Ausnahme zur Regel 6-6d wie folgt abändert:

Ausnahme: Reicht ein Bewerber für irgendein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl ein, weil er einen oder mehrere Strafschläge nicht notiert hatte – von denen er, bevor er die Scorekarte einreichte, jedoch nicht wusste, dass er sich diese zugezogen hatte – ist er nicht disqualifiziert.

Unter diesen Umständen zieht sich der Bewerber die Strafe der anwendbaren Regel zu, aber keine weitere Strafe für den Verstoß gegen Regel 6-6d. Diese Ausnahme findet keine Anwendung, wenn die Strafe der anwendbaren Regel die Disqualifikation vom Wettspiel ist.

Michael Kuhlen 14.01.2018

Handbuch-Spielgeschwindigkeit

Der Deutsche Golf Verband hat nun das „Handbuch Spielgeschwindigkeit“ veröffentlicht, welches sich anlehnt an das vom „R&A“ erstellte „Pace of Play Manual“. Das Handbuch kann über das Anklicken des folgenden Links zur Anzeige oder zum Herunterladen geöffnet werden:

Handbuch-Spielgeschwindigkeit

Die wesentlichen Themen dieses Handbuchs haben wir bereits im September in Eigenregie auf unserer Webseite im Bereich „Sportbetrieb“ dargestellt (Beitrag „Das langsame Spiel“) und freuen uns natürlich, dass der DGV durch die Veröffentlichung des neuen Handbuchs unsere Empfehlungen zur Verbessrung der Spielgeschwindigkeit nochmals untermauert.

Ganz speziell „Ready Golf“ – ab 2019 fester Bestandteil der offiziellen Golfregeln – soll mit dem Handbuch schon heute beim Spiel gefördert werden.

Der DGV wendet „Ready Golf“ bereits ab 2018 bei Verbandswettspielen an und so sollte es auch das Ziel unseres Clubs sein schon im kommenden Jahr die Umsetzung auf Clubebene voranzutreiben.

Für nähere  Informationen sehen Sie auch: www.golf.de/readygolf

 

Das langsame Spiel

Das langsame Spiel

Es gibt vieles, über das sich Golfspielerinnen und Golfspieler im Laufe einer Golfrunde ärgern:  ein nicht gelochter Putt, ein Ball im Aus oder auch ein unspielbarer Ball im hohen Rough. Aber aller Ärger darüber ist meist schon nach dem nächsten guten Schlag verflogen. Ein Ärger jedoch bleibt im Verlauf der gesamten Runde erhalten: die Verärgerung über das langsame Spiel des vorangehenden Flights oder gar der eigenen Mitspieler.

Und die Verärgerung ist berechtigt, denn das langsame Spiel ist nicht einfach nur eine  Unhöflichkeit oder ein Verstoß gegen die Etikette; es ist eine Verletzung der Golfregel 6-7 („Unangemessene Verzögerung, langsames Spiel“).  Denn dort steht u.a. geschrieben:

„Der Spieler muss ohne unangemessene Verzögerung und in Übereinstimmung mit jeder von der Spielleitung für das Spieltempo ggf. erlassenen Richtlinie spielen. Zwischen der Beendigung eines Lochs und dem Abspielen am nächsten Abschlag darf der Spieler das Spiel nicht unangemessen verzögern.“

Beispiele für eine unangemessene Verzögerung sind z. B.:

  • Bälle suchen im Aus
  • Länger als fünf Minuten einen Ball suchen
  • Mehr als ein Loch vor sich frei haben und die wartende Gruppe hinter sich nicht durchspielen lassen
  • Wiederholt nicht spielbereit sein, wenn man an der Reihe ist (nicht am Ball stehen, Handschuh noch nicht angezogen, Schläger noch nicht gewählt)

In vielen Sportarten gibt es Richtzeiten, in denen die Teilnehmer ihre jeweiligen Leistungen erbringen müssen. Dies dient überall der reibungslosen Organisation des Spiels und verhindert, dass sich einzelne Spielerinnen und Spieler auf Kosten anderer zu viel Zeit nehmen. Es handelt sich hier also um eine Regel zur Aufrechterhaltung des Spielflusses im Interesse aller anderen Spieler auf dem Platz. Sie ist damit eine Regel gegen Rücksichtslosigkeit und Egoismus.

Wenn nun davon auszugehen ist, dass schon ab 2019 eine Verschärfung der Golfregeln im Interesse eines flüssigen Golfspiels in Kraft treten wird (Suchzeit für einen Ball von fünf auf drei Minuten verkürzt, die Empfehlung, dass jeder Schlag inkl. der Vorbereitung nicht mehr als 40 Sekunden dauern und üblicherweise noch schneller ausgeführt werden soll), so ist es schon heute an der Zeit bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln das eigene Spieltempo in Übereinstimmung mit der derzeitig gültigen Regel 6-7 zu „optimieren“.

Dies kann auf die eine oder andere der folgenden Arten geschehen:

  • Achten Sie auf den voraus spielenden Flight und versuchen Sie immer Anschluss zu halten
  • Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Gruppe an Boden verliert, sagen Sie es unbedingt den anderen Spielern in Ihrem Flight
  • Wenn Ihre Gruppe den Abstand größer werden lässt, versuchen Sie bitte, diesen Rückstand wieder aufzuholen
  • Wenn Sie mehr als eine ganze Bahn hinter dem voraus spielenden Flight verloren haben, lassen Sie den nachfolgenden Flight bei der nächstbesten Gelegenheit durchspielen
  • Bereiten Sie sich auf Ihren nächsten Schlag bereits vor, wenn Sie noch nicht an der Reihe sind. Das gibt Ihnen die Chance, Ihren nächsten Schlag ohne Zeitverlust auszuführen. Zu dieser Vorbereitung zählt die Festlegung der Strategie, Abschätzung der Entfernung, Auswahl des Schlägers, die Bestimmung der Ziellinie und die Probeschwünge. Wenn Ihr Vorgänger seinen Ball spielt, sollten Sie natürlich nicht mehr probeschwingen. Auch auf dem Grün können Sie die Puttlinie bereits lesen, während Ihre Mitspieler noch mit ihrer Vorbereitung beschäftigt sind
  • Positionieren Sie Ihr Golftasche bzw. Ihren Trolley vor dem Putten auf dem Weg zum nächsten Abschlag. Dann können Sie ohne Zeitverzögerung schnell das Grün verlassen
  • Verlassen Sie das Grün spätestens sobald alle Spieler in Ihrer Gruppe zu Ende geputtet haben. Warten Sie idealerweise am Rande des Grüns. Damit schenken Sie Ihrem Mitspieler genügend Aufmerksamkeit. Ein Spieler, der schon zu Ende geputtet hat, sollte die Fahne bereits halten, um diese sofort nach dem letzten Ball ins Loch zu stecken
  • Tragen Sie die Ergebnisse eines Lochs erst auf dem nächsten Abschlag in die Scorekarte ein. Während Ihre Flightpartner abschlagen ist dafür jede Menge Zeit
  • Spielen Sie immer einen provisorischen Ball, wenn es möglich ist, dass Sie Ihren ersten Ball nicht mehr wieder finden oder es wahrscheinlich ist, dass er im Aus gelandet ist. Der dümmste Ausspruch beim Golf ist „Den finden wir!“

All dies sind nur winzige und auf ganz einfache Weise umsetzbare Anpassungen im Verhalten auf dem Golfplatz und sind schlussendlich im ureigensten Interesse jedes Einzelnen. Denn sie bewahren vor   der Ermahnung durch den Marshal oder – im allerschlimmsten Fall – vor der Disqualifikation im Wettspiel.

Michael Kuhlen – 13.09.2017

Neues weltweit gültiges Handicap-System ab 2020

Nach der Bekanntgabe zur Vereinfachung der Golfregeln wollen die weltweit anerkannten obersten Regelhüter des Golfsports, R&A und USGA, auch das aktuell geltende Handicap-System überarbeiten. Geplant ist die Einführung eines weltweit einheitlichen Systems.

Für die Umsetzung des sogenannten World-Handicap-Systems wurde ein Ausschuss aus den sechs bestehenden Systemen von Golf Australia, dem Council of National Golf Unions (CONGU) in Großbritannien und Irland, der European Golf Association (EGA), der South African Golf Association (SAGA), der Argentine Golf Association (AAG) und der United States Golf Association (USGA) sowie der Japan Golf Association und Golf Canada einberufen. Auch der Deutsche Golf Verband (DGV) wird vom Ausschuss fortlaufend unterrichtet und bringt seinen Standpunkt als zweitgrößter Mitgliedsverband der EGA ein. Dabei ist es dem DGV wichtig, auf die insbesondere in Deutschland positiven Entwicklungen des bereits umgesetzten EGA-Vorgabensystems hinzuweisen und die gewonnen Erkenntnisse zu berücksichtigen.

Ziel von R&A und USGA ist es einen weltweit gleichartigen „Code“ zu erarbeiten um somit, vermutlich ab 2020, das Handicap weltweit einheitlich zu gestalten. Hierzu sind die beiden Golfregel-Institutionen seit nunmehr fast drei Jahren in Gesprächen um einen für alle akzeptablen Weg des Kompromisses zu finden. Die sechs Handicap-Institutionen haben ihre Bereitschaft hierzu bereits grundsätzlich erklärt.

Die Arbeit der letzten drei Jahre mündet nun in ersten Skizzen eines globalen Handicapsystems, die aber auch dem Deutschen Golf Verband noch nicht vorliegen. R&A und USGA möchten sich jedoch vor der Finalisierung des Systems auch ein Bild über die Meinung der Golfspieler und der im Golfsport handelnden Personen machen.

In diesem Zusammenhang möchten wir als Golfclub auch unseren Mitgliedern den folgenden Link vorstellen, der zu einer Befragung leitet, die von R&A und USGA entwickelt wurde. Die Befragung ist in deutscher Sprache:

https://www.snapsurveys.com/wh/s.asp?k=149728625515

Als Dachverband möchte der Deutsche Golf Verband alle Golferinnen und Golfer ermuntern, an dieser Befragung teilzunehmen. Der DGV möchte die Interessen der Golfspieler in Deutschland auf Basis einer möglichst großen Stichprobe vertreten. Nur durch die Teilnahme an dieser Umfrage kann sich ein klareres Bild über die Interessen der deutschen Golflandschaft ergeben.

Michael Kuhlen – 07.07.2017